Stifter gesucht: Mindesteinlage von 1.000 Euro
Fast zwei Jahre lang haben sie Ideen gesammelt, geplant und diskutiert – nun ist es so weit: In Visbek soll eine Bürgerstiftung entstehen. Ein Novum in der Gemeinde, initiiert von elf Bürgerinnen und Bürgern, die als sogenannte Gründungspaten die Initiative angestoßen haben.
„Von Visbeker Bürgern für Visbeker Bürger“ – Sven Diekmann über das Motto der Stiftung
Gemeinsam mit Peter Bahlmann, Maria Schickling, Anne Wesjohann, André Hüttemeyer, Georg Hake, Jutta Heyen, Heiner Thölke, Doris Wesjohann und Sascha Schröer bildet Sven Diekmann das Gründungsteam.
Am 6. Mai luden die Gründungspaten ins Haus der Bildung und Familie ein, um ihre Pläne vorzustellen und Mitstreiter zu gewinnen. Die Bürgerstiftung soll das Gemeinwohl stärken und Projekte in der Gemeinde Visbek fördern – dort, wo staatliche Unterstützung endet oder nur teilweise greift. „Zum Beispiel könnte die Bürgerstiftung Musik- oder Sportvereinen Zuschüsse geben, um neue Ausrüstung anzuschaffen“, erklärt André Hüttemeyer.
Den Initiatoren ist wichtig: Die Stiftung hat die gesamte Gemeinde im Blick – unabhängig, parteilos und als Ergänzung zu bestehenden Strukturen. „Wir wollen keine Konkurrenz für Vereine oder die Gemeindeverwaltung sein – wir wollen dort unterstützen, wo andere Mittel nicht ausreichen.“
Was gefördert werden kann
Bildung und Erziehung, Wissenschaft und Forschung, interkulturelle Verständigung, Jugend- und Seniorenhilfe, Sport, Kultur, Kunst und Denkmalpflege, Heimatpflege sowie kirchliche und mildtätige Zwecke. Dazu gehören finanzielle Zuschüsse für lokale Einrichtungen, Beihilfen zur Fort- und Ausbildung, Stipendien, die Förderung von Kooperationen zwischen Vereinen und Institutionen sowie Wettbewerbe und eigene Veranstaltungen.
So kann man sich beteiligen
Stifter werden kann, wer mindestens 1.000 Euro stiftet. Darüber hinaus sind Spenden in beliebiger Höhe willkommen: Wer weniger als 1.000 Euro gibt, wird zwar kein aktives Mitglied der Stiftung und wirkt nicht an Entscheidungen mit – unterstützt aber die Idee und das Gemeinwohl. Jede Spende zählt!
Die Bürgerstiftung wird von einem Vorstand (drei bis fünf Personen plus Geschäftsführer) und einem Stiftungsrat (fünf bis 15 Mitglieder) geleitet. Beide Gremien entscheiden gemeinsam über die Verwendung der Erträge. Die Stiftung unterliegt der staatlichen Kontrolle durch die Stiftungsbehörde Niedersachsen. „Die Mittel dürfen nur für das verwendet werden, was gemeinsam beschlossen wird“, versichert Gründungspate Sascha Schröer.
„Bei uns kann sich jeder so einbringen, wie er möchte oder kann – mit Geld, Zeit oder Ideen.“ – Heiner Thölke






